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Chile

Kirche in Chile hilft nach Brandkatastrophe

Santiago - "Wir haben jetzt mehrere Schritte vor uns", blickt Bischof Jorge Patricio Vega Velasco nach vorne. "Zunächst einmal versuche ich, die betroffenen Orte zu besuchen, um mit möglichst vielen Menschen zu sprechen. Zweitens organisieren wir natürlich in Absprache mit den Zivilbehörden Hilfs-, Aufnahme- und Sammelzentren. Dann geht es an die strukturelle Hilfe und den Wiederaufbau. Das wird eine Aufgabe, die sich über Jahre hinziehen wird."

Bischof Velasco ist Bischof der Region Valparaiso in Chile, die seit Tagen von verheerenden Waldbränden heimgesucht wird. Die Brände haben bislang schon 130 Tote gefordert und Tausende Häuser zerstört.

Der Bischof machte sich sich in den am stärksten betroffenen Orten inmitten der Verwüstung selbst ein Bild und suchte das Gespräch mit den Betroffenen.

"Wir stehen vor einer sehr schmerzhaften Katastrophe, die Flammen haben die Städte von vielen Seiten umzingelt, sie haben viele Häuser erreicht, unter den Vermissten befinden sich Bewohner ganzer Dörfer", wird Vega Velasco in lokalen Medien zitiert.

Es ist das zweite Mal innerhalb gut eines Jahres, dass Teile von Vina del Mar Opfer der Flammen wurden. Bereits im Dezember 2022 wüteten die Feuer, damals aber nicht mit so verheerenden Auswirkungen.

Die kirchlichen Hilfsorganisationen Caritas Chile und Caritas Valparaiso haben die Kampagne "Einmal mehr in Solidarität mit der Region Valparaiso" gestartet. Sie soll darauf abzielen, Gelder zu sammeln, um auf die Schäden und Bedürfnisse vor Ort reagieren zu können. (KNA)