Katholische Megaprozession in Manila setzt historischen Rekord
Manila - In der philippinischen Hauptstadt Manila ist am Samstag die katholische Megaprozession mit der Statue „Jesus Nazareno“ an ihrem Ziel eingetroffen. Die 5,8 Kilometer lange Strecke mit Millionen Teilnehmern vom Rizal Park zum Nationalheiligtum des Jesus Nazareno dauerte bis zum Eintreffen am Samstag um 10.50 Uhr Ortszeit insgesamt 30 Stunden und 50 Minuten. Damit sei die sogenannte Traslacion 2026 die längste Prozession in der Geschichte des jährlichen religiösen Großevents gewesen, berichtete das staatliche Nachrichtenportal PNA.
Die Prozession dauert stets viele Stunden, weil die Gläubigen langsam gehen, für Gebete und Andachten immer wieder innehalten und viele Menschen versuchen, die als wundertätig geltende Statue zu berühren. 2025 endete der Marsch nach 15 Stunden. Nach Angabe der Presseabteilung der Stadt Manila waren rund 7,3 Millionen Menschen als Teilnehmer oder Zuschauer bei der Prozession dabei.
Seit ihrem Start um 4.00 Uhr Ortszeit am Morgen des 9. Januar bewegte sich laut Medienberichten der „Andas“, der Wagen mit der Statue Jesu Christi, langsam über die 5,8 Kilometer lange Prozessionsroute. Inmitten der dichten Menschenmenge hätten Gläubige immer wieder versucht, sich an den Wagen mit der als wundertätig geltenden Jesusstatue zu klammern.
Die volkstümlich als „Schwarzer Nazarener“ bekannte Statue hat ihren Namen von dem verkohlten Holz der Figur von Jesus Christus, was vermutlich von einem Brand herrührt. 1606 brachten spanische Missionare die Statue auf die Philippinen. Sie gilt als wichtigstes Heiligtum der philippinischen Katholiken. (KNA)