Ordensberufungen in Afrika und Asien
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Freitag, 21. Oktober 2022
Sonntag der Weltmission

Ordensberufungen in Afrika und Asien

Seit dem Jahr 1926 begehen Katholiken am vorletzten Sonntag im Oktober „den Sonntag der Weltmission“. Dieser Tag ist nicht nur die größte Solidaritätsaktion der katholischen Gemeinden in der ganzen Welt, sondern auch die Gelegenheit einen Blick auf die Weltkirche zu werfen.

Die Kirche wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer multipolarer. Vor einigen Jahrzehnten noch gab ein Nord-Süd-Gefälle. Die traditionell-christlichen Länder Europas und Nordamerikas exportierten ihre Missionare und ihr Christentum in den globalen Süden. Wenngleich diese Darstellung die komplexen Prozesse vereinfachte, so war doch viel Richtiges dabei. Doch diese Perspektive trägt schon lange nicht mehr. In Europa ist das Christentum auf dem Rückzug, in vielen Ländern des globalen Südens hingegen nimmt seine Bedeutung zu. Und während früher Missionare aus Europa kamen, begegnen den Gläubigen in Deutschland zunehmend ausländische Priester, die hier Gottesdienste feiern und Gemeinden leiten.

 

Ordensberufungen in Asien und Afrika

Dass Asien und Afrika für den globalen Katholizismus wichtiger werden, das zeigt sich beispielsweise bei den Ordensberufungen, auch bei den Oblatenmissionaren. Im Jahr 2016 gehörten noch 26 Prozent der Oblatenmissionare zu europäischen Provinzen, 19 Prozent zu den USA und Kanada. 22 Prozent dagegen aus Afrika, 21 Prozent aus Asien und Ozeanien und 10 Prozent aus Lateinamerika. Im Jahr 2020 hat Afrika Europa als Kontinent mit den meisten Oblaten überholt: 25 Prozent aller Oblaten gehören nun zu afrikanischen Ordensprovinzen, nur noch 24 Prozent kommen aus Europa. Auch Asien und Ozeanien haben Europa mit 23,5 Prozent bald eingeholt. Noch deutlicher wird es beim Blick auf den Ordensnachwuchs: Die europäischen Oblaten haben momentan 48 Studenten in der Priesterausbildung, in Afrika hingegen sind 267 und Asien 217 junge Mitbrüder die Oblatenpatres werden wollen. 

 

Katholiken weltweit  

Auch die Zahl der Katholiken ist weltweit um 15 Millionen auf 1,3 Milliarden Gläubige gestiegen. Damit sind 17,74 Prozent aller Menschen der Erde katholisch. Da die Weltbevölkerung gleichzeitig gestiegen ist, ist der prozentuale Anteil etwa gleichgeblieben. Gestiegen ist auch die Anzahl von Katholiken, die auf einen Priester kommen, insgesamt auf 3.245, das sind 35 mehr als im Vorjahr. Positiv zu vermerken ist, dass die Zahl ist in Afrika und Asien gesunken ist, freilich nur gering bei relativ hohen Zahlen von 5.086 Gläubige in Afrika und 2.123 in Asien, die statistisch auf einen Priester kommen.

 

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Header-Bild: OMI Indonesien