Interreligiöses Treffen mit Fastenbrechen in Zeiten des Krieges
Lahore – Vor dem Hintergrund der Kämpfe zwischen Pakistan und Afghanistan in der Grenzregion beider Staaten haben Christen und Muslime in pakistanischen Lahore ein gemeinsames Zeichen für den Frieden gesetzt. Führende Vertreter beider Religionen trafen sich zum Fastenbrechen in der Badshahi-Moschee.
„Unser Treffen als christliche und muslimische Würdenträger in der besonderen Zeit der Fastenzeit und des Ramadan soll ein Zeichen des Friedens und der Einheit sein“, erklärte Pater Asif Sardar, Generalvikar der Erzdiözese Lahore.
„Wir möchten unsere spirituelle Verbundenheit und unser gemeinsames Engagement für den Frieden in dieser schwierigen Zeit, die vom Krieg geprägt ist, der auch uns direkt betrifft, bekräftigen“, sagte er.
Schon zuvor feierten Priester, Ordensleute, Katecheten und Gläubige in einer Prozession in Lahore kürzlich den Kreuzweg und versammelten sich zum Gebet für den Frieden an der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan.
Die Kämpfe an den Grenzen haben sich zwischen zu einem „offenen Krieg“ ausgeweitet, wie der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Asif erklärte. Die gegenseitigen Angriffe und die militärische Eskalation zwischen Pakistan und Afghanistan haben zu einem ausgedehnten Konflikt zwischen den ehemaligen Verbündeten geführt. Laut der Regierung in Islamabad ist der Bruch auf Kabuls Weigerung zurückzuführen, die Orte und Stützpunkte an der Grenze zu neutralisieren, in denen sich Terroristen verstecken, die Anschläge in Pakistan verüben.
Die Spannungen seien auch durch Pakistans beschleunigte Vertreibung von über einer Million Afghanen angeheizt worden, die sich seit dem Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan Ende der 1970er-Jahre in Pakistan niedergelassen hatten, erklärte Pater Cecil Paul OMI. (Fides)