Eine langjährige Partnerschaft wird fortgesetzt - bei allen Krisen
Die katholische Kirche und ihre Organisationen sind für viele Staaten einer der wichtigsten Partner auf dem Feld der Not- und Entwicklungshilfe. Zu den wichtigsten katholischen Hilfsorganisationen gehört der "Catholic Relief Services" (CRS). Doch seit dem vergangenen Jahr hatte die Organisation Probleme mit der Finanzierung. Denn fast die Hälfte ihres Budgets stammt von der US-Regierung. Doch die Trump-Administration hat die Gelder für humanitäre Hilfe deutlich zusammengekürzt.
Dennoch gelingt es dem CRS immer noch als Partner der US-Regierung wichtige Projekte für notleidende Menschen vor Ort umzusetzen.
So startete am Dienstag laut Medienberichten ein erster Frachtflug aus Miami, der Hilfslieferungen der USA im Wert von 100 Millionen US-Dollar nach Kuba einleiten soll. Der erste Transport soll Hygiene-Sets und Lebensmittel für 700 Familien beinhalten, berichtet die Zeitung "Miami Herald". Die Hilfs-Pakete enthielten demnach Grundnahrungsmittel wie Reis, Bohnen und Speiseöl sowie Seife, Wasseraufbereitungstabletten und Solarlampen. Laut US-Außenministerium werde die Hilfe nicht über staatliche Stellen, sondern "vertrauenswürdige, unabhängige und konfessionelle Partner sowie Wohltätigkeitsorganisationen" direkt an die Bevölkerung verteilt. Dabei spielt die katholische Kirche eine entscheidende Rolle.
Die Organisation "Catholic Relief Services" aus den USA sowie die "Caritas Cuba" und die katholische Kirche in Kuba werden die Hilfsgüter verteilen. Die US-Regierung werde "genau beobachten, um sicherzustellen, dass das kubanische Regime die Hilfe in keiner Weise behindert".
Die Hilfe ist Teil eines Zuschusses in Höhe von 60 Millionen Dollar, der CRS aus dem 100-Millionen-Dollar-Fonds des Ministeriums gewährt wurde, um die humanitäre Hilfe für gefährdete Familien in ganz Kuba auszuweiten. „Mit der Spende kann CRS in Zusammenarbeit mit Caritas Kuba fast 200.000 Haushalten – mehr als einer halben Million Menschen – im ganzen Land Notnahrungsmittel und Hygieneartikel sowie weitere 7.000 bedürftige Menschen mit wichtigen Haushaltsgegenständen – darunter Matratzen und Decken – versorgen“, erklärte CRS.
Die US-Regierung und der CRS arbeiten derzeit nicht nur in Kuba zusammen. So stellt das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) über Catholic Relief Services (CRS) bis zu 235 Millionen Dollar für die Nothilfe in Form von Nahrungsmitteln und Nährstoffen im Sudan und in Äthiopien inmitten einer schweren Hungerkrise bereit.
Laut einer Mitteilung des US-Landwirtschaftsministeriums umfasst das Abkommen die Lieferung von mehr als 110.000 Tonnen landwirtschaftlicher Produkte aus den Vereinigten Staaten in diese beiden ostafrikanischen Länder.
In der Bekanntmachung wird präzisiert, dass die Vereinbarung die operative Präsenz von Catholic Relief Services in Ostafrika nutzt, einschließlich des Notprojekts für Sudan und der gemeinsamen Notoperation in Äthiopien.
CRS-Präsident und CEO Sean Callahan sagte in einer am 14. Juli veröffentlichten Erklärung, dass diese Vereinbarung „zu einem kritischen Zeitpunkt für Familien kommt, die im Sudan und in Äthiopien ums Überleben kämpfen“. „Seit Jahrzehnten verbindet unsere Partnerschaft mit dem US-Landwirtschaftsministerium die Großzügigkeit und Produktivität amerikanischer Landwirte mit einigen der am stärksten gefährdeten Gemeinschaften der Welt“, sagte Callahan.
Im Gespräch mit EWTN News erklärte Callahan, dass CRS die Lebensmittelverteilung „bis zum letzten Glied der Lieferkette überwacht und robuste Überwachungs-, Verifizierungs- und Finanzkontrollmechanismen anwendet, um sicherzustellen, dass die Hilfe die Menschen erreicht, für die sie bestimmt ist.“
„Wir beurteilen fortlaufend die Sicherheitslage, passen unsere Maßnahmen bei Bedarf an und arbeiten eng mit lokalen Partnern zusammen, um sicherzustellen, dass die Hilfe diejenigen erreicht, die sie benötigen“, fügte er hinzu. (KNA/ACI Prensa)