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Vatikan
Papst trifft katholische Medienschaffende aus Deutschland:

Dem gegenseitigen Verständnis dienen

Vatikanstadt -  Papst Franziskus hat am Donnerstag (04.01. 2024) Vertreter der Gesellschaft Katholischer Publizistinnen und Publizisten (GKP) im Vatikan empfangen. Er rief die deutschen Medienvertreter auf, zu sprachlicher Abrüstung beizutragen. „Wie viele Konflikte werden heute - statt im Dialog beigelegt zu werden - durch Falschmeldungen oder aufhetzende Stellungnahmen in den Medien befeuert“, so das Kirchenoberhaupt.

In seiner Ansprache ging Franziskus auf das deutsche Reformprojekt Synodaler Weg ein. Bereits 2019 habe er sich dazu in einem Brief geäußert. Dessen Inhalt sollte stärker wahrgenommen, bedacht und umgesetzt werden, mahnte er. Um nicht auf Abwege zu geraten, müsse eine konkrete und beständige Angleichung an das Evangelium betrieben werden - und nicht an andere Leitbilder der Welt. Franziskus forderte in diesem Zusammenhang eine „Fügsamkeit gegenüber dem Heiligen Geist - und nicht gegenüber dem Zeitgeist“.

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Wenn Sie also etwas mitteilen, denken Sie immer an die Gesichter der Menschen, besonders der armen und der einfachen

Papst Franziskus

Für ihre Arbeit in Deutschland riet Franziskus den Medienvertretern, besonders jene Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, auf die sonst niemand achte. Auch in „einem wohlhabenden und hochentwickelten Land“ gebe es Kinderarmut, Familien, die nicht wüssten, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollten, viele Migranten und Flüchtlinge. „Wenn Sie also etwas mitteilen, denken Sie immer an die Gesichter der Menschen, besonders der armen und der einfachen, und gehen Sie von ihnen aus, von ihrer Wirklichkeit, von ihren Problemen und von ihren Hoffnungen. Auch wenn dies bedeutet, gegen den Strom zu schwimmen und sich die Sohlen abzulaufen“, so der Papst abschließend. (KNA)