Australiens Religionen fordern Klima-Solidarität mit Pazifik-Inseln
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Dienstag, 6. Oktober 2026

Australiens Religionen fordern Klima-Solidarität mit Pazifik-Inseln

Sydney - Australische Religionsvertreter fordern Klimasolidarität mit den Pazifischen Inseln ein. 

In einem Offenen Brief verlangen sie von Premierminister Anthony Albanese, sich bei der internationalen Klimakonferenz COP31 mit den pazifischen Nachbarn für ein globales Abkommen zu fossilen Brennstoffen sowie einen fairen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas einzusetzen. Diese Forderung von 80 australischen Religionsvertretern werde am Dienstag australischer Zeit durch koordinierte Aktionen in Kirchen, Tempeln und Moscheen in vielen australischen Städten veröffentlicht, teilte das Netzwerk "Australische religiöse Antwort auf den Klimawandel" (ARRCC) mit. 

Dessen Geschäftsführer, der Buddhist Tejopala Rawls, sagte: "Im Buddhismus bedeutet Erwachen, klar zu sehen, was tatsächlich geschieht, anstatt an der Welt festzuhalten, wie wir sie gerne hätten." Die Realität, mit der die pazifischen Nachbarn konfrontiert sei, habe sich verändert. Australien müsse dies verantwortungsvoll und mutig angehen. Der anglikanische Bischof Philip Huggins betonte mit Blick auf geopolitische Erschütterungen wie den Krieg im Iran: "Das Sonnenlicht legt 150 Millionen Kilometer zurück, um die Erde zu erreichen; doch keine dieser Meilen führt durch die Straße von Hormus." Der Übergang zu erneuerbaren Energien sei nicht nur für das Klima, sondern auch für die Energiesicherheit von Bedeutung, so der Bischof; und: "Unsere pazifischen Nachbarn bitten uns, (...) internationale Bemühungen zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu unterstützen - wohl wissend, dass dieser Übergang so entscheidend wie komplex ist." Die Präsidentin der Uniting Church, Charissa Suli, wies auf Australiens Verantwortung als Verhandlungsführer bei der Weltklimakonferenz COP31 der Vereinten Nationen im November in der Türkei hin. Sie mahnte: "Kirchenvertreter aus dem Pazifikraum haben die Dringlichkeit der Klimakrise und die Notwendigkeit eines gerechten Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen deutlich gemacht." Daher müsse Australien deren Prioritäten "in unsere Verhandlungsführung einbringen". 

Die pazifischen Inselstaaten und Australien wollen bei der Vorbereitungsrunde PreCop31 in Fidschi und Tuvalu auf die besondere Klimaverwundbarkeit kleiner Inselstaaten aufmerksam machen und verstärkte Maßnahmen in den Bereichen Klimafinanzierung, Anpassung an den Klimawandel sowie Umgang mit Verlusten und Schäden fordern. (KNA)