Eine Schule, die Hoffnung stiftet, braucht Hoffnung
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Freitag, 23. Oktober 2026

Eine Schule, die Hoffnung stiftet, braucht Hoffnung

Unsere Schule „Mère du Bel Amour“ befindet sich in Ouanaminthe, nahe der Grenze zur Dominikanischen Republik, in einer der ärmsten Regionen des Landes. Die wichtigsten lokalen Wirtschaftszweige sind die Landwirtschaft und der Handel, teilweise auch der Schmuggel über die Grenze. Unsere Region wird seit Jahrzehnten vernachlässigt und so leben 94 % der Bevölkerung in Armut, 84 % sogar in extremer Armut.

Die Schule „Mère du Bel Amour“ wurde 1989 von den Oblatenmissionaren gegründet, um besonders den Kindern der Armen und den Waisen den Besuch einer Schule zu ermöglichen. Derzeit ist sie ein Ort für 450 Schüler.

Ein Ort der Zuflucht

Trotz unserer geringen finanziellen Mittel eröffnet die Schule den Kindern die Chance auf Bildung und damit auf einen Weg aus der Armut. Unser Schulkonzept umfasst sowohl körperliche, intellektuelle, moralische als auch soziale Bildung. Unser Ziel ist es, dass unsere Schüler zukünftig ihren Lebensunterhalt ehrlich und in Würde verdienen können.

Doch ist die Schule nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch eine Zuflucht. Während der Sommerferien nehmen wir zahlreiche Menschen aus Port-au-Prince auf, die von Banditen aus der Hauptstadt vertrieben wurden; auch kommen Menschen aus Santo Domingo, die von den dominikanischen Behörden abgeschoben wurden.

Vorschau Haiti Schule 2
Der Schulhof verwandelt sich be Regen in ein Schlammfeld

Ein neuer Pausenhof

Ein weiteres elementares Bedürfnis ist die Gestaltung des Pausenhofs. Wenn es regnet, können die Kinder nicht nach draußen, da sich der Pausenhof in Matsch verwandelt. Wenn dagegen die Sonne zu lange scheint, ist der Pausenhof staubtrocken.

Schüler, insbesondere in den ersten Jahren, benötigen aber einen Raum für ihre motorische und soziale Entwicklung – insbesondere, wenn sie aus sozial vernachlässigten und beengten Verhältnissen stammen. Ein gut gestalteter Schulhof spielt eine Schlüsselrolle bei der Verringerung aggressiven Verhaltens und der Verbesserung der Konzentration im Unterricht.

Die Situation wird noch dadurch erschwert, dass die Zahl der Schüler von Jahr zu Jahr steigt. Die Klassenzimmer sind daher zu klein. Einige Räume mussten wir schon teilen, um alle Schüler unterbringen zu können. In Zeiten großer Hitze wird die Luft dadurch stickig, den Kindern wird sehr heiß und sie können nicht im Klassenzimmer bleiben. Daher wollen wir die Schule erweitern, um neue Klassenzimmer einrichten zu können.