Mission Seoul
Im kommenden Jahr werden sich in Südkorea viele Hunderttausende Jugendliche aus der ganzen Welt treffen: Denn im Land am Rande des asiatischen Kontinents findet der Weltjugendtag statt. Die Entscheidung für Südkorea war besonders: Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung ist katholisch, das Land ist traditionell buddhistisch und konfuzianisch geprägt. Zudem liegt es abseits der traditionellen und neuen Zentren des Katholizismus.
Das hat Folgen: Für junge Menschen aus Europa ist es ein weiter Weg und die finanzielle Belastung für einen Flug nach Ostasien stellt für viele junge Menschen und ihre Familien eine enorme Hürde dar.
Dennoch sind sich die Patres des Jugendklosters der Oblatenmissionare in Fulda sicher: Die Anstrengung lohnt sich. Ein Weltjugendtag ist weit mehr als eine bloße Urlaubsreise oder ein kostspieliges Event; er ist eine tiefgreifende Pilgerreise und eine Investition in die persönliche und geistliche Zukunft der Jugendlichen.
Ein neuer Blick auf die Weltkirche
In einer Zeit, in der die Kirche in Europa von tiefgreifendem Wandel geprägt ist, bietet der Weltjugendtag die Chance, den Glauben aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen. Nirgendwo sonst werde die „Weltkirche“ so greifbar, so Pater Bartek Cytrycki OMI, Superior des Jugendklosters: Junge Katholiken aus allen Kontinenten kommen zusammen, um friedlich zu feiern und gemeinsam zu beten. Trotz unterschiedlicher Sprachen und kultureller Hintergründe erleben die Teilnehmenden eine Einheit im Glauben, die sprachliche Barrieren überwindet. Diese Erfahrung von Offenheit und Toleranz fördert den Aufbau von Beziehungen über Grenzen hinweg und weitet den Horizont der Jugendlichen nachhaltig. Es ist die Entdeckung, dass die Kirche keine reine Institution ist, sondern eine lebendige Gemeinschaft, die aus der Beziehung zu Gott wächst.
Persönliches Wachstum und existenzielle Begegnungen
Der eigentliche Gewinn für die Zukunft liegt in der Tiefe der individuellen Erfahrung. Für viele Jugendliche sei der Weltjugendtag ein Wendepunkt, so Pater André Kulla OMI: Manche finden oder vertiefen dort ihre Berufung, andere lernen den Partner fürs Leben kennen.
Besonders prägend ist für viele das erste bewusste Spüren, von Gott geliebt und angenommen zu sein. Solche Erlebnisse verändern den Blick auf das eigene Leben, die persönlichen Beziehungen und das Engagement in der Gesellschaft dauerhaft.
Die Herausforderung der Pilgerreise
Der Weltjugendtag ist als Pilgerreise konzipiert. Das bedeutet: Die Jugendlichen kämen mitunter an ihre psychischen und physischen Grenzen, so Pater André. Die Gemeinschaft wird dann zum zentralen Anker. Man lernt, aufeinander zu achten, sich gegenseitig zu stärken und auch die „Launen des anderen auszuhalten“. Das fördert die Teamfähigkeit und das Verantwortungsbewusstsein. Wer lernt, in der Fremde Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, kehrt gestärkt in den Alltag zurück.
Lernen von einer dynamischen Minderheitskirche
Nur 11 Prozent der Südkoreaner sind Katholiken, die zudem in einer säkularisierten Gesellschaft leben. Die Jugendlichen aus Deutschland könnten von den asiatischen Christen lernen, wie man den Glauben in einer religiös vielfältigen Gesellschaft voller Freude und Hoffnung lebt, so Pater Bartek.
Nachhaltige Impulse für die Heimat
Die Wirkung des Weltjugendtages ende nicht mit dem Rückflug, so Pater André: Die Erfahrungen fungieren als Initialzündung für das Leben in den Gemeinden zu Hause. Die Jugendliche kehren verändert zurück: Sie sind oft bereit, als Gruppenleiter Verantwortung zu übernehmen oder neue Initiativen zu starten, wenn sie vor Ort keine passenden Angebote finden. Sie leben ihren Glauben bewusster, mit mehr Freude und suchen auch im Alltag nach Inspiration. So ist der Weltjugendtag ein Erlebnis, das für die jungen Menschen ein Fundament aus Hoffnung, Gemeinschaftssinn und gefestigtem Glauben legt.
Johanna Euler
Mich reizt am Weltjugendtag nicht nur das besondere Gemeinschaftsgefühl, sondern auch die Begegnung mit Gott. Bei Pilgerreisen, die ich schon erleben durfte, ist mir immer eines besonders aufgefallen: Wenn man mit Gott unterwegs ist, schafft das eine vollkommen andere Gemeinschaft, es schafft Freundschaften und so viel Freude. Darauf freue ich mich auch ganz besonders.
Benedikt Diel
Ich freue mich darauf viele neue Menschen kennenzulernen – speziell, das ist eben das Besondere beim Weltjugendtag, auch Menschen aus anderen Nationen und Kontinenten. Ich hoffe, dort viele neue Erfahrungen zu sammeln, dem Glauben und Gott näher zu kommen und auch zu erleben, wie andere Kulturen ihren Glauben leben.
Elisabeth Strotmann
Mich reizt am Weltjugendtag nicht nur das besondere Gemeinschaftsgefühl, sondern auch die Begegnung mit Gott. Bei Pilgerreisen, die ich schon erleben durfte, ist mir immer eines besonders aufgefallen: Wenn man mit Gott unterwegs ist, schafft das eine vollkommen andere Gemeinschaft, es schafft Freundschaften und so viel Freude. Darauf freue ich mich auch ganz besonders.
Möchten Sie die Jugendlichen unterstützen, am Weltjugendtag teilzunehmen?
Dann freuen sich die jungen Menschen und die Patres des Jugendklosters über ihre Spende.